Tennisarm

Heute stellen wir Euch den so genannte Tennisarm (Epicondylitis Lateralis), oder auch Mausarm genannt vor. Es ist ein Reizsyndrom im Bereich des äußeren Ellenbogens, wobei die Hand- und Fingerstrecker in verschiedenen Bereichen betroffen sind.

Des Weiteren können folgende Bereiche gereizt/entzündet sein: Muskel, Übergang Muskel zu Sehne, Sehne, Übergang Sehne zu Knochen.

Symptomverlauf und Verhaltensfehler

Meist fängt es mit schlechteren Belastbarkeit durch leichte Schmerzen im Ellenbogenbereich an. Durch den leichten Schmerz wird häufig das Problem und die Gefahr der Chronifizierung nicht erkannt und zu lange gewartet bis der Gang zum Arzt erfolgt. Man gewöhnt sich an den Schmerz und sieht über lange Zeit einfach nicht die Notwendigkeit zum Arzt zu gehen („was alleine kommt wird auch schon alleine weg gehen“). Nach 3-6 Monaten hält man es dann doch nicht mehr aus und geht endlich zum Arzt, wobei man ab 3 Monaten bereits von einer Chronifizierung spricht!

Auswirkungen bei Chronifizierung vom Tennisarm

Zu diesem Zeitpunkt ist es meist auch kein lokales Problem mehr, sondern hat sich auf die Umliegenden Gebiete ausgebreitet. Außerdem entstehen über längere Zeit der Schonhaltung und Ausweichbewegungen ebenfalls Probleme im restlichen Arm, sowie im Schulter-Nacken-Bereich, der Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule. Zudem können ähnliche Probleme und Schmerzen im anderen Arm, durch die Überlastung des „gesunden“ Armes, auftreten. Die Genesungszeit verlängert sich, trotz adäquater Behandlung, aufgrund der entstandenen Komplexität zunehmend und das Risiko auf wiederkehrende Probleme steigt

Behandlung vom Tennisarm im Frühstadium

Überlastung und stärkere Belastungen sollten vermieden werden. Es hilft eine leichte Dehnung der betroffenen Muskelgruppe, sowie eine Lockerung von Arm und Schulter-Nacken-Bereich in regelmäßigen Abständen. Bei unvermeidbarer starker Belastung, oder Sport, kann für diesen Zeitraum eventuell eine Bandage (siehe NL Bandagen) oder eine Physiotherapie (falls man selbst nicht damit zurecht kommt) hilfreich sein.

Was soll ich machen wenn der Tennisarm nicht weggeht?

In diesem Fall sollte sich ein erfahrener Physiotherapeut dessen annehmen. Bandagen helfen unterstützend bei leichteren Belastungen. Sollte eine Physiotherapie nicht ausreichend sein, so helfen eventuell Tabletten bei der Schmerzbekämpfung oder sogar die Spritze vom Arzt.

Wie sieht eine Behandlung bei AproPhysio aus?

In jedem Fall erstellen wir erstmal ein Befund um Ursachen und Verhaltensweisen seit Beginn der Probleme zu erkennen. Danach erfolgt eine Mobilisierung, sowohl im betroffenen Gebiet, als auch in den umliegenden Gebieten die z.B. durch Schonhaltung mit betroffen sind (Hand, Schulter, Wirbelsäule). Zusätzlich können wir mit einem Kinesio-Tape zur Unterstützung der Funktionen stabilisieren (Bildquelle: Fotolia: SENTELLO).

  9. April 2017
  von: admin
  Kategorie: Allgemein ·Therapie
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